17. April 2017

Micha Tuschy

Eine Woche lang hat Micha Tuschy hier seine Lieblingsfotografen vorgestellt, heute gibt es ein paar Worte über ihn und seine eigene Fotografie.

Vor ewigen Zeiten bin ich in Rostock geboren und wuchs dort auch auf. Inzwischen wohne ich seit vielen Jahren in Kiel. Von Anfang an interessierte ich mich für Fotografie. Mit der alten Praktica meines Vaters sammelte ich meine ersten Erfahrungen. Alles war manuell und analog und inklusive Gepansche in dem als Dunkelkammer umfunktioniertem Badezimmer. Später wuchs die eigene Ausrüstung, um hauptsächlich Reisen zu dokumentieren und dann die eigenen Kinder abzulichten. Einen echten Sprung gab es erst vor ca. 10 Jahren mit der ersten digitalen Spiegelreflexkamera. Nach einiger Zeit der Knipserei mit erschwinglichen Kompaktkameras, hatte ich plötzlich das Gefühl, ich hätte mein Augenlicht wiedererlangt. Zeitgleich dazu begann meine Leidenschaft für Konzertfotografie. Das war für mich eine perfekte Mischung von Musik, außergewöhnlichem Licht und Emotionen. Konzertfotografie ist nebenbei bemerkt auch ein gutes Übungsfeld. Das Model bewegt sich von ganz alleine, es gibt oft schönes Licht und man lernt seine Kamera schnell und blind zu beherrschen. Auf der anderen Seite ist es auch (nur) eine Jagt nach dem Motiv. Ähnlich ist es bei der Fotografie auf Reisen und auf der Straße. Auch eines meiner Lieblingsthemen. Interessant finde ich die Reise-Fotografie inzwischen nur in Verbindung mit Menschen, nachdem ich gemerkt habe, wieviel Spaß es macht, mit den Leuten auch zu kommunizieren und nicht nur abzudrücken, sich zu ducken und zu verschwinden. Das ist nicht immer einfach, aber es ist näher dran am Leben. Ich kann mich zwar immer noch für das Fotografieren von Formen, Farben, Lichtern und ungewöhnlichen Ansichten jeglicher Art begeistern, die Zusammenarbeit mit anderen Menschen bringt aber den meisten Spaß. Darum fotografiere außerdem sehr gerne Hochzeiten. Hier reizt mich der Mix aus realem Leben, schönen Menschen, Show und Emotionen.

Wir man in dieser Woche sehen konnte, mag ich schöne Schwarz-Weiß Aufnahmen. In der Tat bevorzuge ich auch häufig selber diese Art der Darstellung, gerne auch mit kräftigem Kontrast. Aber das ist nur eine Möglichkeit.

Vor über einem Jahr habe ich meinen sicheren IT Job an den Nagel gehängt, um die gewohnten Bahnen zu verlassen nochmal durchzustarten. Selbstständig durch die Welt. 2016 war für mich ein ganz besonderes Jahr. Ich war viel unterwegs und habe viele Leute kennengelernt um dann am Ende zur (späten) Erkenntnis zu kommen: Egal was jetzt noch für mich dran ist, es sollte was mit Fotos zu tun haben. Die RIPKEDEMY hat dazu viel Impulse geliefert.

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